Ernährung bei Fibromyalgie

 

 Fibromyalgie ist weitestgehend unerforscht. Es existieren weder fundierte Kenntnisse über die Ursachen, den Krankheitsverlauf oder über Heilungs- bzw. Linderungsmöglichkeiten. Dadurch sind auch kaum Therapiemöglichkeiten gegeben. Es hat allerdings den Anschein, dass man mit Hilfe der Ernährung den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen kann.

Leichte Vollkost

Ärzte raten Betroffenen zurzeit zur leichten Vollkost. Diese richtet sich nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und stellt eine Mischkost dar, welche hauptsächlich auf einer pflanzlichen Basis beruht. So sollten Fibromyalgie-Patienten mindestens 5mal täglich Obst und Gemüse zu sich nehmen. Fett, Zucker und Fleisch sollten nur in Maßen verzehrt werden. Vor allem Fleisch enthält Arachidonsäure, welche Entzündungsprozesse begünstigt. Als Alternative eignen sich eiweißreiche Nahrungsmittel wie Milchprodukte oder pflanzliche Produkte wie Hülsenfrüchte oder Soja um den Proteinbedarf zu decken.
Ebenso sollte weitestgehend auf den Genuss von Alkohol, Kaffee und Schokolade verzichtet werden. Diese können Sehnenreizungen und muskuläre Unruhe verstärken.

Nahrungsergänzungsmittel

Die medizinische Leitlinie zur Fibromyalgie verzichtet bisher auf die Empfehlung von Nahrungsergänzungsmitteln.
Studien ergaben zwar dezente Hinweise, dass die Einnahme eine positive Beeinflussung auf die Linderung der Beschwerden hat, aber reichen die Datenmengen momentan noch nicht aus um von einer gesicherten Annahme auszugehen. Prinzipiell gilt eh die Prämisse die benötigten Stoffe über eine entsprechende Ernährung aufzunehmen. Patienten, die Probleme bei der Nahrungsaufnahme haben, weil sich die Schmerzen beispielsweise in der Kieferregion befinden oder weil sie unter einen Reizdarm leiden, essen oftmals zu wenig oder lassen wichtige Nahrungsmittel weg. So kann es zu einem Mineralstoff- und Vitaminmangel kommen. Nahrungsergänzungsmittel können hier Abhilfe schaffen. Allerdings sollten Nahrungsergänzungsmittel prinzipiell nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden.

Ist vegane Ernährung der Weg?

In ein paar Studien wurde die Annahme genährt, dass eine vegane Ernährung eine Linderung der Beschwerden günstig beeinflussen würde. Allerdings reichten die erhobenen Daten bisher nicht aus um diese Theorie zu untermauern und eine vegane Ernährung den Betroffenen uneingeschränkt zu empfehlen.